Lösungsideen – Die Politik

Lösungsideen – Die Politik

In der letzten Woche hab ich wieder einige Eindrücke zum Thema Klimawandel sammeln können.
Am Donnerstag war ich in der Radio Sendung „Lokale Leidenschaften“ auf Radio Z zu Gast (https://soundcloud.com/user-98703395/radiosendung-lokale-leidenschaften-1819).
Wir hatten eine fast einstündige Diskussion mit vielen Aspekten und grade der Andreas, einer der beiden Kommentatoren hat die Politik sehr in die Pflicht genommen. Seine Forderung wäre es, dass die Politik die großen Ein- und Ausfahrtstraßen beschränkt und nur noch einspurig macht. Die Staus würden dann so enorm lange dauern, dass sich die Autofahrer nach Alternativen umschauen werden, wie zum Beispiel den ÖPNV oder ne Fahrradtour.
Am Freitag hab ich auf der Bachelorzeugnisübergabe der evangelischen Hochschule Nürnberg gespielt, was ich von seiten der Veranstalterin einen sehr mutigen Zug fand, aber es hat wunderbar funktioniert. Ganz auffällig waren für mich die vielen Überschneidungen in den christlichen Grußworten und in meinen Forderungen. Nur dass es im christlichen Sinne immer sehr viel allgemeiner gehalten wird als bei mir. Die kirchliche Gemeinden sind trotz schwindenden Mitgliederzahlen immer noch stark in unserer Gesellschaft vertreten und hätten unglaubliches Potential, etwas zu verändern. Zwei Vertreter der Hochschule haben sich auch sehr positiv zu meinen Texten geäußert und eventuell eine weitere Auftrittsmöglichkeit angeboten. Ich bin gespannt, wie sich die kirchliche Gemeinschaft im Zuge der Klimadebatte entwickelt. Ich hoffe mit konkreten Taten und Positionierungen, denn die Verantwortungsträger müssen nicht soviel Angst haben vor einer Wahlschlappe wie die Politiker.
Am Samstag durfte ich dann auf dem Pflasterklang in Schweinfurt drei Mal alle meine Lieder auf der Straße singen. Ein sehr echtes, direktes Feedback, was wahrscheinlich den größten Querschnitt durch die Gesellschaft zeigt. Es war leider wie zu erwarten war sehr ernüchternd, aber trotzdem extrem hilfreich, denn genau die Menschen, die ich mit meinen Liedern erreichen möchte, haben sich schnell weggedreht und sind weitergegangen. Die Mehrheit der gebliebenen Zuhörer waren eh schon meiner Meinung. Und auch unter diesen kam in den Gesprächen oft die Forderung, die Politik sollte endlich was tun und richtungsweisend agieren. 
Sei es in der Kirche oder in der Politik, es gibt auf alle Fälle einige Menschen, welche mit ihren Befugnissen und ihrer Macht einige Dinge sehr schnell ändern könnten. Und das wäre wichtig und schleunigst notwendig. Es gibt Länder wie China, welche sich von heute auf morgen in einer Öko-Diktatur wandeln könnten. Mit ihrer krassen Überwachung und ihren Verboten übernimmt die chinesische Regierung auch schon die Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Umwelt, indem sie Verbrennungsmotoren aus den Städten verbannt oder eventuell ein persönliches CO²-Konto für jeden Bürger anlegt. Bei der Vorstellungen bin ich heil froh, dass ich in einer freien Demokratie lebe, bin mir aber nicht sicher, ob die Demokratie es schaffen kann, den Menschen vor seiner selbstgemachten Katastrophe zu bewahren. Denn sie funktioniert so unglaublich langsam und hat stets die Interessen der Mehrheit im Blick. Wenn die Mehrheit also nach Malle fliegen und Döner essen will, dann wird dafür gesorgt, dass sie das auch weiterhin kann. Denn sonst müssten die demokratisch gewählten Volksvertreter um ihre Wiederwahl fürchten. Ganz extrem zeigt sich dieses Bild grade in den USA beim Donald. Meiner Meinung nach ist die gesamte politische „Strategie“ dieses Herren auf seine Wiederwahl ausgelegt und nicht auf das nachhaltige Wohl der Menschen. Aber da er es schafft, die Hälfte der Wähler einzulullen, mit immer wieder neuen Behauptungen, Feindbildern, Ängsten und Wünschen, hat er realistische Chancen auf eine Wiederwahl. 
Wir in Deutschland haben mit den Mini-Trumps, der AfD zu kämpfen, allerdings noch in einem geringeren Maße. Jede mutige Entscheidung der regierenden Parteien könnte die Mehrheit der Wähler vergraulen und somit die Populisten weiter ins Spiel kommen lassen. Die Politik ist zum anderen aber auch nur eine Art Spiegelbild der Interessen der Gesellschaft und ihrer Gruppen/Schichten. Wenn also die Mehrheit Bock hat, in den Innenstädten auf großen Fahrradwegen zu fahren und keine Autos mehr rein zulassen, dann wird das auch ziemlich sicher umgesetzt werden. Markus Söder hat jetzt auch begriffen, dass die Umweltthemen in der Wählerschaft immer höheren Stellenwert bekommen und macht auch grade einen auf grün. 
Früher hat die Politik und die Parteizugehörigkeit den Menschen Sicherheit gegeben, heute müssen wir den Politikern Sicherheit geben, dass sie nach einer Entscheidung nicht sofort das Karierende fürchten müssen. 
Als Fazit möchte ich ausdrücken, dass von Seiten der Politik keine wirklichen Maßnahmen zum Umweltschutz oder zur Änderung des Konsumverhaltens zu erwarten sind, solange das nicht laut und deutlich von uns Bürgern gefordert wird.
Wer also sagt, er würde das Fliegen ja sein lassen, wenn es teurer wäre, aber solange es noch günstig ist, wird er das noch ausnutzen, der sendet das falsche Zeichen an Politik und Wirtschaft. Wer solange weiter Avocados und Mangos kauft, bis die Regierung Exporte aus Übersee höher bezollt oder einschränkt, der wird diesen Punkt nicht erleben. Wir müssen uns als globale Bürger unserer eigenen Verantwortung wieder bewusst werden und dürfen die nicht an die Politik, Wirtschaft oder Kirche abgeben. Denn wir sind die Politik.
Liebe Grüße
Euer Erik

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen